Marianne Hämmerli von Ameln (verstorben am 26. März 2021) gründete am 24. Juli 1997 in Erinnerung an ihren 1996 verstorbenen Ehemann Hans die „Hans R. + M. Hämmerli-Stiftung“ mit Sitz in Davos. Marianne und Hans Hämmerli waren bei ihren Wanderungen in den Davoser Seitentälern die landschaftlich wertvollen Alpställe aufgefallen. Sie haben sie lieb gewonnen und sich gesagt, da wollen wir für die Instandstellung dieser Holzgebäude finanzielle Hilfe leisten, sofern die Grundeigentümer dies auch wollen und an sie ein Gesuch um finanzielle Mit-Unterstützung stellen werden. Ihnen war bekannt, dass die Gemeinde der Landschaft Davos damals aufgrund von Art. 4 des Landschaftsgesetzes vom 02. Dezember 1990 über Gemeindebeiträge an Meliorationen die Dachsanierung mit von Hand geschnitzten Holzschindeln bis zu CHF 100.00 pro m2 mitfinanzierte. Mit ihrem Beitrag als Zustupf wollten sie Besitzer von solchen Madställen auf alpiner Höhe motivieren, diese zu sanieren und dauernd zu erhalten.
Der Stiftungszweck lautet:
„Förderung und gemeinnützige Unterstützung von Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten an erhaltenswerten Kulturgütern wie Häuser und Ställen in Alpsiedlungen und an einzelnen Gebäuden wie Alpa, Vorwinterung, Spiicher, Madställi oder Häulegi an Spazier- und Wanderwegen auf Monstein und in den Seitentälern Sertig, Dischma und Flüela in der Landschaft Davos.“
Die Stiftung ist von der Steuerverwaltung Graubünden steuerbefreit.
Im 14. Jahrhundert wurde die Landschaft von Walsern aus dem Oberwallis über den Rheinwald und das Schams besiedelt. Sie errichteten ihre Häuser in Streusiedlungen, rodeten Wald im Talboden, an steilen Berghängen und ob dem Wald, wo die heutigen Alpen als eigentlich kultivierte Bergwiesen entstanden. Die Viehwirtschaft bildete ihre Lebensgrundlage. An wenig besonnten Hängen wurde Getreidebau betrieben. Die dezentrale der Heubeschaffung und Lagerung von Heu und Getreide war das Charakteristische an diesem Landwirtschaftsmodell. Dies führte zum Bau der zerstreuten Rundholz-Ställe vom Talboden bis zur Alp. Die Bauern wanderten mit ihren Tieren im Sommer in Richtung Alp, jeder für sich. Jeder Hofbetrieb unterhielt auch eine eigene, kleine Sennerei und mästete Schweine. Das Heu wurde je nach Ort der Gewinnung in den Heulegis zwischengelagert und je nach Gebrauch im Vorwinter mit Blachen von den verschiedenen Madställi und Spiicher ins Tal in zum Bauernhof und dem Hauptstall gebracht.
Mit der Modernisierung der Landwirtschaft wurde das Heu zentral im Talboden bei der Hauptviehscheune, meist direkt neben dem Wohnhaus, eingelagert. Die vielen Aussenställe in den höheren Lagen verloren mit der Zeit ihre Funktion. Sie bilden wenn überhaupt noch Platz für Heustickel und dergleichen. Die Streusiedlungen mit den verschiedenen Alpa, Vorwinterställen, Spiicher, Madställi oder Häulegis gehören heute zweifellos zum Davoser Kulturgut. Sie erinnern an die frühere karge, kleinräumige und strenge Alparbeit. Diese Gebäude mit ihrer besonderen Ausstrahlung sind nach Möglichkeit als Zeitzeugen einer längst vergangenen Walser Alpwirtschaft zu erhalten.
Bis heute hat die Hämmerli-Stiftung über 40 meist kleine Sanierungsprojekte unterstützt. Es handelte sich um Einzelobjekte. Die meisten Gesuche betrafen die Sanierung der Dächer mit von Hand geschnitzten Holzschindeln, Rundholzfassaden, defekte Tore und Türen, auch undichte Dachhäute oder eines alten Wasser-Holz-Mühlerades. Einmal wurde ein kurzes Wegstück als neuer Zugang zu einem Madstall mitfinanziert. Gesuche zur Verbesserung der Statik einer Heulegi werden auch gutgeheissen.
Anträge für die Sanierung eines Kirchenturms, einer neuen Kirchenglocke oder Renovation einer SAC-Hütte oder Kauf eines neuen alten Küchenofens müssen die Stiftungsräte ablehnen. Ebenso Beiträge an eine Ausstellung, eine Broschüre über das Walsertum oder an einen Kulturverein zwecks Ausgleichs seines Defizites. Zudem ist der Wirkungskreis satzungsgemäss auf Monstein und die drei Davoser Seitentäler beschränkt.
Beispiele von erfolgten Sanierungen.
Sanierung 1
Sanierung 3
Sanierung 3
Hans R. + Hämmerli-Stiftung, (CHE-110.403.417), mit Sitz in Davos GR
Rosenhügelweg 6
CH-7270 Davos Platz
c/o Dr. Patrik Wagner
Telefon +41 81 413 50 15
Graubündner Kantonalbank (GKB) – IBAN CH78 0077 4110 1542 6130 0
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Stiftungsrat
Chrisitan Menghini, Davos Platz, Präsident
Thomas Gadmer, Davos Dischma, Mitglied
Patrik Wagner, Davos Platz, Mitglied
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Quelle: SwissAnwalt